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Socialising wird durch 140-Zeichen-Begrenzung beschnitten

Mit dem neuen iOS 5 wird die Twitter-Integration Einzug auf iPhones und iPads halten. Man kann Fotos und Webseiten nun direkt aus Apps heraus bei Twitter posten. Doch meiner Meinung nach hat Apple an dieser Stelle eine Fehlentscheidung getroffen.

Twitter hat sich in Deutschland nie wirklich durchgesetzt. Für solche Thesen nehme ich immer gerne meine alten Klassenkameraden als Grundlage. Ich bezeichne sie jetzt mal als “Normalos”. Bei Facebook sind sie fast alle, aber es twittert keiner von ihnen. Für den “normalen” Menschen fehlt dort die Vernetzung. Er kann nicht sehen, wer mit wem zusammen ist, die letzten Partyfotos gehen in der Timeline unter, kurz gesagt, das Socialising leidet darunter, auf 140 Zeichen begrenzt zu sein.

Dann gibt es aber noch die “Info-Junkies” und die “Trasher”. Die sind hauptsächlich bei Twitter zu finden. Erstere wollen (sich) zeitnah über News informieren, zu welchen Themen auch immer. Die Trasher hingegen posten um den Postens Willen, also Dinge wie “Gehe jetzt Mittagessen” usw.

Ich denke, viele der (Info-Junkie-)Twitterer werden im Laufe der Zeit zu Google+ wandern. Die Bündelung von Text, Fotos und Videos in einem System aber ohne den (Facebook-) Zwang der wechselseitigen Freundschaft und ohne Zeichenbegrenzung wird für viele den Pendelschlag zu Google+ ausmachen.

Gleichzeitig wird aber auch Facebook bestehen bleiben. Denn für die weniger netzaffinen Mitmenschen ist die Übertragung des wechselseitigen Freundschaftssystems aus dem Real Life ein wichtiges Feature, dass sie überzeugt, überhaupt ein soziales Netzwerk zu nutzen. Wie Facebook aber in Zukunft mit dem Post-Privacy-Thema umgeht, wird wahrscheinlich über das Bestehen richten.

Lange Rede, kurzer Sinn: Apple darf Twitter nicht als Maß aller Dinge sehen. Vielmehr sollte diese Schnittstelle für mehr Netzwerke geöffnet oder zumindest eine bessere Anbindung an die offiziellen Apps angeboten werden. Aber da kann man sich bei Apple sicherlich auch den Mund fusselig reden.

Empire Avenue: Börsenplanspiel 2.0

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Ich bin jetzt auch bei Empire Avenue angemeldet. EAv ist im Prinzip ein neuer Schwanzvergleich für die Social Netzwerker. Aus der Anzahl der Tweets, Follower, Fans, Status-Updates usw. errechnet die Plattform einen Handelswert für die eigene Marke. Man könnte auch sagen, man verkauft sich selbst. In diesem Fall allerdings nur für eine virtuelle Währung. Diese kann man wiederum in andere Nutzer investieren und einen regen Handel betreiben.

Die Idee des Aktienhandels hat mich schon damals beim Börsenplanspiel in der Schule fasziniert. EmpireAvenue hat das System allerdings viel detaillierter und besser umgesetzt als die Kreissparkasse seinerzeit. Vielleicht ersetzt Empire Avenue in ein paar Jahren ja das Börsenplanspiel und die Schüler handeln statt Volkswagen, Siemens und Co mit den Facebook-Fans ihrer Mitschüler?

Ich bin jetzt seit ein paar Tagen dort angemeldet (mein Handelsname dort ist MLEHMING) und bisher ziemlich gefesselt und ständig auf der Suche nach dem nächsten Investment. Schrieb ich oben noch von der virtuellen Währung waren die Macher dahinter natürlich schlau genug, auch die Möglichkeit zu geben, echte Dollar in e’s umzuwandeln. Schlumpfbeeren lassen grüßen…

Übrigens könnte ich auch eure Hilfe gebrauchen: Einerseits bekomme ich für jede Anmeldung über diesen Link eine extra Gutschrift auf mein Konto. Andererseits brauche ich noch Bestätigungen für die Echtheit meines Blogs. Einfach auf der Connections-Seite auf “endorse” klicken. Vielen Dank!

Und natürlich steht mein Account auch noch ganz am Anfang. EAv benötigt scheinbar fünf Tage um alle verknüpften Konten (Twitter, Facebook…) richtig bewerten zu können. Deshalb geht mein Wert mit Sicherheit in den nächsten Tagen noch stark nach oben und ihr könnt ordentlich davon profitieren. Also: Feel free to invest. ;-)

Dieser ganze Dreck…

“Ich google ganz selten mal, ich twitter nicht, ich bin nicht bei Facebook. Ich lehne das alles ab”, erzählt Engelke und wird noch deutlicher: “Ich finde das alles total schrottig und verfluche den Tag, an dem dieser ganze Dreck kam. Es lenkt vom Wesentlichen und vom sozialen Miteinander ab. Das ist für mich totale Zeitverschwendung.”

Anke Engelke über Twitter und Facebook: “Ich verfluche den Tag, an dem dieser ganze Dreck kam”

Ach ja, aber die Zeit mit Fernsehen zu verbringen ist natürlich sehr viel sinnvoller…