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Merkwürdiger Wahl-im-Web-Monitor

Die Mitarbeiter der Marketing-Agentur Weber Shandwick analysieren regelmäßig alle zwei Wochen wie aktuelle politische Themen im Social Web aufgenommen werden. Dies veröffentlichen sie dann in der Daily Digital Dose.

Allerdings habe ich manchmal so ein bisschen meine Zweifel an der Auswertung der einzelnen Themen. Zwar freut es mich, dass in der neuesten Ausgabe des Wahl-im-Web-Monitors die FDP-Bundestagsfraktion zu den fünf besten Twitterern der letzten zwei Wochen gehören soll, doch bei den Themen und der Bewertung ihrer Tonalität (postiv, neutral oder negativ).

wahlimwebmonitor-20090717So werden die Kommentare zur Forderung des Berliner FDP-Vorsitzenden Martin Lindner, den Hartz IV-Satz drastisch zu kürzen, als überwiegend positiv bewertet. Das habe ich irgendwie ganz anders mitbekommen?

wahlimwebmonitor-20090709Ein anderes Beispiel findet man auch in der Auswertung von vor zwei Wochen. So wird der SPD postitiv zugeordnet, dass Jörg Tauss zur Piratenpartei gewechselt sei. Vielleicht hat man sich zwar insgeheim bei der SPD gefreut, einen “Querulanten” los zu sein. Aber eigentlich würde ich das auch als Negativ-Ereignis werten.

Ansonsten sind diese Auswertungen aber natürlich eine schöne Übersicht über die aktuellen Themen im “politischen Web”. Nur an den Feinheiten hapert es vielleicht noch ein bisschen… :)

Weiteres SPD-Wahlplakat aufgetaucht

So langsam werden die ersten Wahlplakate aufgehängt. Unter anderem die der SPD mit Sprüchen wie “Dumpinglöhne würden CDU wählen”, “Finanzhaie würden FDP wählen” oder “Heiße Luft würde DIE LINKE wählen”. Manches könnte sogar stimmen. :D

Nun wurde aber kürzlich noch ein weiteres SPD-Plakat gesichtet. Es bestehen jedoch Zweifel, ob es so wirklich aus dem Willy-Brandt-Haus kommt.

Niemand wird SPD wählen

[via JuLis Thüringen]

Wahrscheinlich aus dem selben Hintergrund, aber etwas ernsthafter, hat Volker Wissing auf dem Blog der FDP-Bundestagsfraktion einen sehr treffenden Beitrag formuliert: Finanzhaie würden SPD wählen.

Update: Auch Christian Lindner zweifelt in seiner Rede auf dem Landesparteitag den Erfolg der SPD-Kampagne an:

Nach der Wahl ist vor der Wahl

Die Hessenwahl 2008, Ausgabe 2, ist jetzt also vorbei. Zwar noch nicht ganz, aber ich denke, dass es CDU und FDP nicht so schwerfallen wird, sich auf einen gemeinsamen Koalitionsvertrag zu einigen und damit möglichst bald das Wahlchaos zu beenden.

Natürlich ist es ein sensationelles Ergebnis für die FDP, eine sensationelle Niederlage für die SPD, ein mäßiges Ergebnis für die CDU und ein gutes Ergebnis für die Grünen. Man könnte jetzt sogar etwas überschwänglich sagen, dass wir mit einem anderen Spitzenkandidaten vielleicht sogar das “Projekt 18″ geschafft hätten. Ansonsten ist das natürlich noch nicht eins zu eins auf die Bundestagswahl übertragbar – aber wir arbeiten dran. ;-)

Allerdings verstehe ich (mal wieder) die Genossen von der SPD nicht so ganz. Natürlich haben sie 12 Prozent verloren und augenscheinlich war Andrea Ypsilanti einer der Hauptgründe für diese Schlappe. So war es jetzt nur die logische Schlussfolgerung, dass sie nun sich ganz verabschiedet hat (was sie meiner Meinung nach zum Wohl der SPD schon zu dem Zeitpunkt hätte machen sollen, als die Neuwahlen feststanden). Ganz im Gegenteil zu Schäfer-Gümbel. Ohne ihn wären die hessischen Sozialdemokraten wohl noch mehr abgestürzt. Daher verstehe ich nicht so ganz, warum nun einige seiner Partei-”Freunde” fordern, dass auch er seinen Hut nehmen soll?

Für uns hier in Nordrhein-Westfalen geht es jetzt so langsam auf die heiße Phase des Kommunalwahlkampfes zu (Donnerstag findet die Ortswahlversammlung in Mettmann statt), einhergehend mit der Europwahl und natürlich nicht zu vergessen die Bundestagswahl im September. Ich bin schon ziemlich gespannt und freue mich auch auf meinen ersten Wahlkampf.