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Bekommt Facebook jetzt auch eine Following-Funktion?

Nicht nur, dass Facebook gestern diverse neue Privatsphären-Einstellungen bekannt gegeben hat, anscheinend testen sie auch ein Subscribe-Feature. Ich verstehe es so, dass man demnächst bei Facebook den Statusmeldungen eines Nutzers auch folgen kann, ohne mit ihm im Sinne der beidseitigen Bestätigung befreundet zu sein.

Es scheint, als täte Facebook die neue ernsthafte Konkurrenz durch Google+ ganz gut und die Neuerungen purzeln nur so raus. Ob diese neue Subscribe-Funktion im Sinne des Netzwerkes bzw. der User ist, wage ich allerdings zu bezweifeln. Ich hatte neulich schon mal herausgestellt, dass die beidseitige Kontaktbestätigung Facebook im Gegensatz zu Twitter und Google+ abhebt und die weniger Social Network-Affinen zur Nutzung überzeugen kann. Ich bin gespannt, ob Facebook diese Funktion tatsächlich ausrollen wird.

[via Facebook is still testing a Subscribe feature - TNW Facebook]

Der nächste Schritt: Google kauft Motorola

Google holt zum nächsten Schlag in Richtung Apple aus: für 12,5 Milliarden US-Dollar wird mal eben Motorola eingekauft. Mit inbegriffen sind natürlich auch das ein oder andere Patent, mit denen sich Mountain View kürzlich schwer tat.

Das ist im Prinzip nur eine logische Konsequenz angesichts des Appleschen Erfolges. Denn mit Motorolas Technologie könnte Google nun neben der Software demnächst gl

eichzeitig die Hardware verkaufen (eventuell erfolgreicher als mit dem Nexus S) und Apple noch ein wenig mehr herausfordern.

Was mich bisher bei Android immer abgeschreckt hat, ist vor allem das ungleichmäßige Ausrollen von Updates. Habe ich mich beim Kauf zufällig für das falsche Gerät entschieden, kann es sein, dass ich das Update auf das neueste Major Release nicht bekomme. Das sollte für Google ganz oben auf der Liste für Verbesserungen stehen. Und natürlich sieht es nicht so geil aus wie iOS.

Und gleichzeitig werden zwei parallele Ökosysteme hochgezogen. Apple mit iOS und iCloud auf der einen Seite und Google mit Android und der Google Apps-Suite auf der anderen Seite. Hoffen wir, dass die Konkurrenz das Geschäft belebt – und nicht weiter kleinliche Patentstreitigkeiten ausgefochten werden.

Die VZ-Netzwerke sterben ab

Auf netzwertig hat Martin Weigert drei imposante Grafiken gebloggt: Sie zeigen den Rückgang der Besucherzahlen der VZ-Netzwerke.

Besucherzahlen der VZ-Netzwerke - © netzwertig.com

Dass die Nutzer scharenweise davonlaufen, war ja bekannt, aber, dass sich das ganze so drastisch gestaltet, hat mich dann schon etwas überrascht.

Ich selbst habe mich vor mindestens zwei Jahren von schuelerVZ verabschiedet, meinVZ nur eine kurze Stipvisite abgestattet und bei studiVZ werde ich mich sicherlich auch als Bald-Student gar nicht erst anmelden.

Ich kann mir nicht mehr vorstellen, dass man diesen Trend umdrehen kann, nicht mal mit einem Re-Branding, wie es Martin Weigert vorschlägt:

VZ benötigt ein Rebranding (die VZ-Marke wird für immer mit geringer Innovationskraft assoziiert werden) sowie ein neues Alleinstellungsmerkmal, das einen echten Mehrwert bietet, vollkommen aus den bisherigen strategischen Mustern des Unternehmens ausbricht und die Plattform gleichzeitig weit genug von Facebook & anderen sozialen Netzwerken entfernt.

Wenn überhaupt kann man ein Konkurrenz zu Facebook nur noch mit einem kompletten Neustart und neuen Ideen schaffen. Siehe Google Plus.

Socialising wird durch 140-Zeichen-Begrenzung beschnitten

Mit dem neuen iOS 5 wird die Twitter-Integration Einzug auf iPhones und iPads halten. Man kann Fotos und Webseiten nun direkt aus Apps heraus bei Twitter posten. Doch meiner Meinung nach hat Apple an dieser Stelle eine Fehlentscheidung getroffen.

Twitter hat sich in Deutschland nie wirklich durchgesetzt. Für solche Thesen nehme ich immer gerne meine alten Klassenkameraden als Grundlage. Ich bezeichne sie jetzt mal als “Normalos”. Bei Facebook sind sie fast alle, aber es twittert keiner von ihnen. Für den “normalen” Menschen fehlt dort die Vernetzung. Er kann nicht sehen, wer mit wem zusammen ist, die letzten Partyfotos gehen in der Timeline unter, kurz gesagt, das Socialising leidet darunter, auf 140 Zeichen begrenzt zu sein.

Dann gibt es aber noch die “Info-Junkies” und die “Trasher”. Die sind hauptsächlich bei Twitter zu finden. Erstere wollen (sich) zeitnah über News informieren, zu welchen Themen auch immer. Die Trasher hingegen posten um den Postens Willen, also Dinge wie “Gehe jetzt Mittagessen” usw.

Ich denke, viele der (Info-Junkie-)Twitterer werden im Laufe der Zeit zu Google+ wandern. Die Bündelung von Text, Fotos und Videos in einem System aber ohne den (Facebook-) Zwang der wechselseitigen Freundschaft und ohne Zeichenbegrenzung wird für viele den Pendelschlag zu Google+ ausmachen.

Gleichzeitig wird aber auch Facebook bestehen bleiben. Denn für die weniger netzaffinen Mitmenschen ist die Übertragung des wechselseitigen Freundschaftssystems aus dem Real Life ein wichtiges Feature, dass sie überzeugt, überhaupt ein soziales Netzwerk zu nutzen. Wie Facebook aber in Zukunft mit dem Post-Privacy-Thema umgeht, wird wahrscheinlich über das Bestehen richten.

Lange Rede, kurzer Sinn: Apple darf Twitter nicht als Maß aller Dinge sehen. Vielmehr sollte diese Schnittstelle für mehr Netzwerke geöffnet oder zumindest eine bessere Anbindung an die offiziellen Apps angeboten werden. Aber da kann man sich bei Apple sicherlich auch den Mund fusselig reden.

Facebook OS – der nächste Schritt?

Gestern Abend kam mir plötzlich diese Idee vom Facebook-Betriebssystem. Schauen wir uns doch mal an, was Facebook heute schon (abgesehen von diesen ominösen Facebook-Partys) bietet: Mail-Client, Kontaktverwaltung, Kalender, Foto-Ablage, Instant Messenger, Spiele-Plattform usw. Damit steht uns heute schon eine Arbeitsoberfläche bereit, mit der wir unsere täglichen Minimalbedürfnisse bewältigen könnten.

Wäre es nun nicht eigentlich eine logische Schlussfolgerung, dass wir bald neben Chrome OS auch Facebook OS bekommen? Sicherlich müsste Facebook noch mehr an der Akzeptanz im Businessumfeld arbeiten, wo es – teilweise zurecht – eher als Werbe- und Spielplatz denn als Arbeitsplatz gesehen wird. Diesen Schritt hat Google dank Google Apps bereits erfolgreich bewältigt. Weiterlesen

Linksammlung

Während des Londonausflugs hat sich einiges (ca. 800 Elemente) im Feedreader angesammelt. Die interessantesten Meldungen habe ich noch mal kurz zusammengefasst:

Das FDP-Bundestagswahlprogramm in Bildern und einfacher Sprache.

Musikindustrie fordert Gebühren für Song-Previews in iTunes und Co.

Wie man Google entkommt.

Reader2Twitter: So kann man Links verteilen.

Neues Rennspiel von VW: Scirocco Challenge

Ein grüner MdB blamiert sich auf’m Bau.

Steckdosen-Aufhänge-Vorrichtung für’s iPhone (und andere Handys).