QR-Codes vs. Wimo-Codes

QR-Codes verbreiten sich auch in Deutschland immer mehr. Überall sieht man sie inzwischen, auf Plakaten, Lebensmittelverpackungen und andernorts kann man mit ihnen seinen Wocheneinkauf direkt gestalten.

Ich gebe zu, ich selbst habe sie bisher nur mal hier und da so zum Ausprobieren benutzt. Doch gestern an der U-Bahn-Station habe ich tatsächlich einen Mann gesehen, der sich mit seinem iPhone fast auf den Boden gekniet hat, um einen QR-Code von einem Plakat abzufotografieren.
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Die VZ-Netzwerke sterben ab

Auf netzwertig hat Martin Weigert drei imposante Grafiken gebloggt: Sie zeigen den Rückgang der Besucherzahlen der VZ-Netzwerke.

Besucherzahlen der VZ-Netzwerke - © netzwertig.com

Dass die Nutzer scharenweise davonlaufen, war ja bekannt, aber, dass sich das ganze so drastisch gestaltet, hat mich dann schon etwas überrascht.

Ich selbst habe mich vor mindestens zwei Jahren von schuelerVZ verabschiedet, meinVZ nur eine kurze Stipvisite abgestattet und bei studiVZ werde ich mich sicherlich auch als Bald-Student gar nicht erst anmelden.

Ich kann mir nicht mehr vorstellen, dass man diesen Trend umdrehen kann, nicht mal mit einem Re-Branding, wie es Martin Weigert vorschlägt:

VZ benötigt ein Rebranding (die VZ-Marke wird für immer mit geringer Innovationskraft assoziiert werden) sowie ein neues Alleinstellungsmerkmal, das einen echten Mehrwert bietet, vollkommen aus den bisherigen strategischen Mustern des Unternehmens ausbricht und die Plattform gleichzeitig weit genug von Facebook & anderen sozialen Netzwerken entfernt.

Wenn überhaupt kann man ein Konkurrenz zu Facebook nur noch mit einem kompletten Neustart und neuen Ideen schaffen. Siehe Google Plus.

Apples iCloud wird bezahlbar

Apple hat nun sein Preismodell für den iCloud-Zusatzspeicher bekanntgegeben. 10 GB für 16 Euro, 20 GB für 32 Euro und 50 GB für 80 Euro. Pro Jahr versteht sich. Damit ist man beim maximalen Preis auf MobileMe-Level geblieben und günstiger als Dropbox (50 GB für 9,99 Euro im Monat).

Wie viel Speicherplatz ich selbst brauche, kann ich noch gar nicht so richtig abschätzen, da Apps, Fotos und Musik gar nicht vom Speicherplatz abgehen. Die Preise klingen jedenfalls sehr annehmbar und ich glaube, man kann auf Apple vertrauen, dass sie damit die Cloud erstmals so richtig benutzbar machen, auch dank der Anbindung an die iWork-Apps für iOS. Weiterlesen →

Socialising wird durch 140-Zeichen-Begrenzung beschnitten

Mit dem neuen iOS 5 wird die Twitter-Integration Einzug auf iPhones und iPads halten. Man kann Fotos und Webseiten nun direkt aus Apps heraus bei Twitter posten. Doch meiner Meinung nach hat Apple an dieser Stelle eine Fehlentscheidung getroffen.

Twitter hat sich in Deutschland nie wirklich durchgesetzt. Für solche Thesen nehme ich immer gerne meine alten Klassenkameraden als Grundlage. Ich bezeichne sie jetzt mal als “Normalos”. Bei Facebook sind sie fast alle, aber es twittert keiner von ihnen. Für den “normalen” Menschen fehlt dort die Vernetzung. Er kann nicht sehen, wer mit wem zusammen ist, die letzten Partyfotos gehen in der Timeline unter, kurz gesagt, das Socialising leidet darunter, auf 140 Zeichen begrenzt zu sein.

Dann gibt es aber noch die “Info-Junkies” und die “Trasher”. Die sind hauptsächlich bei Twitter zu finden. Erstere wollen (sich) zeitnah über News informieren, zu welchen Themen auch immer. Die Trasher hingegen posten um den Postens Willen, also Dinge wie “Gehe jetzt Mittagessen” usw.

Ich denke, viele der (Info-Junkie-)Twitterer werden im Laufe der Zeit zu Google+ wandern. Die Bündelung von Text, Fotos und Videos in einem System aber ohne den (Facebook-) Zwang der wechselseitigen Freundschaft und ohne Zeichenbegrenzung wird für viele den Pendelschlag zu Google+ ausmachen.

Gleichzeitig wird aber auch Facebook bestehen bleiben. Denn für die weniger netzaffinen Mitmenschen ist die Übertragung des wechselseitigen Freundschaftssystems aus dem Real Life ein wichtiges Feature, dass sie überzeugt, überhaupt ein soziales Netzwerk zu nutzen. Wie Facebook aber in Zukunft mit dem Post-Privacy-Thema umgeht, wird wahrscheinlich über das Bestehen richten.

Lange Rede, kurzer Sinn: Apple darf Twitter nicht als Maß aller Dinge sehen. Vielmehr sollte diese Schnittstelle für mehr Netzwerke geöffnet oder zumindest eine bessere Anbindung an die offiziellen Apps angeboten werden. Aber da kann man sich bei Apple sicherlich auch den Mund fusselig reden.

Noch schnelleren Wechsel bei Google Multiple Accounts

Bei Scholz & Friends verwenden wir Google Apps für E-Mails, Kalender usw. Theoretisch könnte ich mir damit auch einen eigenen Google Reader-Account einrichten, aber praktisch habe ich nur wenig Lust, zwei Accounts gleichzeitig zu pflegen.

Netterweise bietet Google den die gleichzeitige Anmeldung in mehreren Google-Konten an, um von einem Account in den anderen zu springen – ohne sich jedesmal aus- und wieder einloggen zu müssen. Leider wird dann jedesmal zuerst der (leere) Reader vom Firmenaccount angezeigt, bevor man auf “Konto wechseln” klicken kann. Das ist umständlich und stört den Workflow ziemlich.

Abhilfe schafft eine kleine Erweiterung der Lesezeichen-URL: Einfach an http://www.google.com/reader/ noch ein ?authuser=1 anhängen (die Zahl variiert je nach dem, wie viele Accounts zusammengefügt wurden, lässt sich aber aus dem Link bei Konto wechseln erkennen). Fertig.