Ein bisschen Baldrian für die Börse

Mal wieder einen Artikel aus der Reihe “Irrsinn”. Heute geht es mal um die Börse. Ich bin ja wirklich niemand, der die Börse an sich verteufelt. Aber nen kleinen Hau haben die Börsianer ja schon weg.

Da veröffentlicht Apple seine Quartalszahlen mit einem Gewinnplus von 54 Prozent (sic!). Und der Kurs bricht ein, da “man sich mehr erwartet hätte”.

Genauso bei den Verkaufszahlen des iPhones. Im letzten Quartal wurden “nur” noch 17 Millionen Stück verkauft, statt den 20 Millionen des Vorquartals. Oh mein Gott, das iPhone wird jetzt wahrscheinlich komplett eingestellt. Abgesehen davon, dass jeder, der in den letzten Wochen nur mal kurz ins Internet, Fernsehen oder eine Zeitung geschaut hat, in der das iPhone 5 total hochgehyped wurde und viele wahrscheinlich darauf gewartet haben. Und es ist ja auch nicht so, dass allein am letzten Wochenende vier Millionen iPhone 4S verkauft wurden.

Mann mann mann. Kauft euch mal Baldrian, Jungs.

Ein Gedanke zu „Ein bisschen Baldrian für die Börse“

  1. Hallo Matthias,
    auch wenn das für dich vielleicht wenig nachvollziehbar ist, das ist vollkommen logisch und eine akkurate Reaktion. An der Börse werden zukünftige Werte gehandelt, die sich auf aktuelle Informationen über zukünftige Entwicklungen stützen. Der Applekonzern hat vorher Gewinnprognosen und Verkaufsprognosen herausgegeben, aufgrund dessen eine Bewertung der Aktie vorgenommen wurde (in den letzten 4 Monaten ist die Apple-Aktie um knapp 50% (!!!) gestiegen!). Wenn jetzt eine Korrektur vorgenommen wird, weil die Zahlen doch nicht so toll sind, wie vorher vermutet, ist das lediglich eine Korrektur der verfehlten Annahmen. Der Kurs steht immer noch 40% höher als vor 4 Monaten, aber eben nicht mehr 50%.
    Vielleicht sollten wir den Baldrian weglassen und die Börsianer das machen lassen, was sie die meiste Zeit tun: eine effiziente Bewertung zukünftiger Werte anhand heutiger Informationen vorzunehmen. Und sobald neue Informationen verfügbar sind, die sich von den alten Unterscheiden, werden sie eben eingepreist, damit der heutige Wert wieder die Summe aller Erwartungen wiederspiegelt. Ich kann da keinen Irrsinn erkennen.

    Schöne Grüße,
    Karsten

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