Dass man als FDPler die CSU aktuell nicht sonderlich leiden kann, dürfte jedem halbwegs politisch Interessierten verständlich erscheinen. Selten ist es aber, dass man (eigentliche) politische Freunde dafür rügen muss, dass sie auf den “Feind” kloppen. Aber die CSU, diesmal in Person von Generalsekretär Alexander Dobrindt, ist mal wieder über das Ziel hinausgeschossen.
Während Hannelore Kraft in Duisburg ihre Rede auf der Trauerfeier zum Loveparade-Unglück hielt, nannte er sie aufgrund ihrer Regierungsbildung unter Duldung der Linkspartei das “faulste Ei” der deutschen Politik.
Dabei unterstellt ihm das Qualitätsmedium Spiegel Online natürlich bitterböse Absicht. Ich glaube Herrn Dobrindt allerdings, dass er keinen Zusammenhang zur Trauerfeier herstellen wollte. Da er diesen Ausdruck auf der Landesversammlung der bayerischen JU brachte, wird er wohl nicht allein Einfluss auf den Zeitpunkt seiner Rede gehabt haben.
Was mich vielmehr daran stört, ist das ständige Herumgehacke der Politiker untereinander. Es geht kaum um Programmatik, es werden direkt die Menschen dahinter angegriffen. Sehr schön dazu auch der Kommentar von Matthias Majewski, Kreisvorsitzender der JuLis Essen, bei Facebook:
Ich wähle, wem ich die kompetenteste Politik im Gesamtpaket zutraue und nicht, wer der schlechteste Kinderstube genossen hat. Kein Wunder, dass die Wahlbeteiligung kontinuierlich sinkt. Wer will schon Verantwortung dafür übernehmen von “Prolls” und “Rüpeln” regiert zu werden?
