Nur eine Woche nach meinem ersten Triathlon folgte auch gleich der zweite. In Krefeld fand gestern bereits zum 22. Mal der Bayer Triathlon statt. Im Gegensatz zu Wuppertal konnte ich den Sonntag sehr entspannt angehen lassen, da ich erst um 15:40 Uhr starten sollte. Das war bestimmt auch nicht so schlecht, da es morgens ja doch noch recht frisch war.
Geschwommen wurde im Freigewässer, einem Badesee (?) mit lauschigen 21° C Wassertemperatur. Doch auch ohne den nicht vorhandenen Neoprenanzug konnte ich die 500 Meter schwimmen ganz gut über die Bühne bringen – auch wenn ich knappe 13 Minuten gebraucht habe und es zwischenzeitlich kein Zuckerschlecken war. Aber die Angst vor dem Untergehen hat mich dann doch angetrieben…
Beim Wechsel aufs Rad habe ich dann auch gefühlt ziemlich viel Zeit verplempert. Trotzdem ging es dann auf die sehr angenehme Radstrecke. Solch eine Ebene Strecke habe ich ja schon lange nicht mehr erlebt. Zwar gab es in die eine Richtung ein wenig Gegenwind, doch ich müsste trotzdem nur etwa 35 Minuten für die 20 Kilometer gebraucht haben.
Leider hatte ich schon gegen Ende des Radfahrens wieder Seitenstechen, weshalb ich dann auch beim Laufen die halbe erste Runde wieder mehr ging als das ich lief. Irgendwann hat mich dann ein freundlicher Mitstarter daran erinnert, dass ich doch auf meine Atmung achten sollte – und oh Wunder, plötzlich ging es wieder. Zumindest so, dass ich bis zum Ende durchlaufen und zum Schluss sogar noch mal ein bisschen das Tempo anziehen konnte und nach 31:57 Minuten ins Ziel lief.
Letztendlich habe ich die insgesamt 25,5 Kilometer in 1:26:35 Stunden hinter mich gebracht – neue persönliche Bestleistung sozusagen. Gelandet bin ich schließlich auf Gesamtplatz 226 (von 333) und in meiner Altersklasse auf 5 (von 6). Nicht überragend, aber ich übe dieses Jahr ja nur, um dann in der nächstes Saison richtig durchzustarten.
Der Wettkampf war super organisiert. Die vielen vielen freundlichen Helfer haben es sich nicht anmerken lassen, dass sie bereits seit morgens noch 1599 andere Triathleten betreut haben. Und gerade gemessen an dieser hohen Teilnehmerzahl war auch wirklich alles top. Sehr bemerkenswert fand ich vor allem, dass der Zeitplan perfekt eingehalten wurde!
Zum Schluss noch ein Tipp an potentielle andere Teilnehmer in den kommenden Jahren: Nehmt euch unbedingt Badeschlappen oder ähnliches mit, mit denen ihr von der Wechselzone zum Schwimmstart am anderen Ufer laufen könnt. Barfuß ist das nicht ganz so angenehm, über die Schotterpassagen zu laufen…



