2. Wuppertaler Cross Triathlon

Am vergangenen Sonntag war es endlich soweit: Mein erster Triathlon stand an. Der triclub Wuppertal hatte zu der zweiten Auflage seines Cross Triathlons eingeladen, den er über den Bergischen Hammer (0,75/27,6/10) und das Bergische Hämmerchen (0,5/14,4/10) austragen ließ. Wohlweißlich das mein Training dieses Jahr stark zu wünschen übrig ließ entschied ich mich für die kürzere Variante.

Startzeit sollte für meine Gruppe 10:30 Uhr sein. Gut, dachte ich mir, eine Stunde vorher da sein plus eine halbe Stunde Anfahrt + Verfahr-Bonus, fährst du gegen 8:30 Uhr los. Dummerweise hab ich dann aber bis 8 Uhr geschlafen – und musste noch meine Sachen packen, den Dachgepäckträger montieren und das Fahrrad draufstellen. Letztlich wurde es dann viertel nach 9, sodass ich mit schon vor dem Start hängender Zunge kurz vor 10 in Wuppertal eintraf.

Die Wechselzone befand sich auf dem Betriebsgelände einer Müllverbrennungsanlage, allerdings schien diese nicht in Betrieb zu sein, denn gerochen hat man nichts. Nachdem ich die Wettkampfbesprechung knapp verpasst habe, ging es dann gleich zum Schwimmbad. Das liegt “etwas” unterhalb der Wechselzone idyllisch mitten im Wald.

DSC04371 Im Wasser ordnete ich mich auf der Bahn ein, die mit 13-14 Minuten überschrieben war, da ich schon seit einem halben Jahr nicht mehr geschwommen war. Nach kurzem Einschwimmen viel dann bald der Startschuss und auf ging es ins Getümmel. Praktischerweise riss mir einer der anderen Starter die Brille vom Gesicht (ich nehme an ohne Absicht). Theoretisch kein Problem – aber ich war mir nicht bewusst, dass ich mich schon kurz vor dem Beckenrand befand und schwamm mit vollen Zügen weiter. Das bemerkte ich aber dann schon ziemlich bald, als ich nämlich voll vor die Wand geschwommen bin… Zum Glück ist nichts schlimmeres passiert, nur eine kleine Beule über dem Auge habe ich von unserer Bekanntschaft behalten.

Dummerweise war ich dadurch schnell an letzter Stelle und die meisten anderen Teilnehmer schwammen nur Brust. So versuchte ich ein bis zwei Bahnen, wieder vorbeizukommen, doch hier rächte sich das fehlende Schwimmtraining. Ruckzuck hatte ich kaum noch Kraft bei den Zügen und musste mich notgedrungen einreihen, ebenfalls Brustschwimmend.

Die restlichen Bahnen brachte ich dann auch noch irgendwie hinter mich und verließ schließlich als letzter meine Bahn. Selbstgestoppt hatte ich für die 500 Meter allerdings trotzdem nur knappe 10 Minuten gebraucht.

Dann ging es nach oben. Und wenn ich hier schreibe ‘nach oben’, dann meine ich wirklich nach oben. Auf die knapp 400 Meter vom Schwimmbecken zur Wechselzone waren nämlich auch 50 Höhenmeter zu überwinden. Das merkt man dann schon, wenn man mit 180er Puls aus dem Wasser kommt.

Auf dem Rad konnte ich mich dann aber erstmal einigermaßen erholen. Zu Beginn der Fahrt ging es leicht bergab und ich konnte einige Fahrer überholen. Teilweise waren recht ordentliche Steigungen dabei (wer Wuppertal kennt, dürfte verstehen was ich meine, schließlich heißt es nicht umsonst “Bergisches Land” ;) ), wo sich dann die Spreu vom Weizen teilte. :) Allerdings wunderte mich nachher schon, mit welchen Rädern die Leute teilweise auf der doch sehr steinigen Strecke unterwegs waren. Mit einem Fitnessrad wollte ich dort wirklich nicht in einem Wettkampf fahren müssen.

DSC04432 Schließlich überlief ich nach knapp 44 Minuten erneut die Zeitnahmestelle und startete den Schlusskampf: das Laufen. Dummerweise bekam ich recht schnell wieder Seitenstechen und zu allem Übel ging es dann erneut stark bergab. Deshalb musste ich auf der ersten Runde viel gehen und konnte erst auf der zweiten einigermaßen durchlaufen. So kam es dann auch zu der sensationell schlechten Laufzeit von 37:37 Minuten.

Nichtsdestotrotz sprang beim ersten Triathlon auch gleich ein erster Platz heraus. Wenn auch nur in der Altersklasse und ich nur einen Mitstreiter hatte, so freut mich das natürlich schon. Ebenso motivierend ist natürlich auch die Tatsache, dass ich von 70 Startern nicht nur auf dem 32. Gesamtplatz gelandet bin, sondern auch die 10.-schnellste Fahrradzeit erreicht habe.

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Das lässt mich hoffen für den Triathlon in Krefeld am kommenden Sonntag, auch wenn ich mir da wenig Illusionen mache, dass das Teilnehmerfeld ähnlich “hobbymäßig” aufgestellt sein wird.

Sehr witzig ist auch das Geschenk für den Sieger (der Altersklasse): Ein gold-lackierter Hammer. Mal was anderes als nur die “üblichen” Pokale…

Großen Respekt habe ich übrigens vor einer Teilnehmerin, die nämlich mit 67 Jahren die älteste des Wettkampfes war und für das Bergische Hämmerchen nur knapp 20 Minuten länger gebraucht hat. Ich glaube, da sollte ich mir schon ein paar Gedanken machen… ;)

s

3 Kommentare

  1. Nicht trainiert und doch gewonnen. Glückwunsch!!! Wie ich sehe bleibst du am Ball. Steck die Ziele nicht zu hoch. Der Weg ist das Ziel, zumindest bei mir und die Wettkämpfe eben nur Bestätigung oder Abstrafung für gutes oder schlechtes Training. Auf dem Rad scheinst du ja ganz gut drauf zu sein. Läuferisch solltest du wirklich an deiner Atemtechnik arbeiten – immer schön lang ausatmen ;) . 2 Mal Seitenstechen in 2 Wettkämpfen ist ja wirklich übel und kann einem den Spaß verderben. Ich quäle mich oft mit Krämpfen im Beinstrecker, bin gestern jedoch gut und ohne Beschwerden über die Runden gekommen. Also, schön weitertrainieren!

    • Ach, den Spaß lasse ich mir schon nicht verderben, dafür ist das Glücksgefühl nach dem Finish dann doch irgendwie zu groß. ;) Ich werde einfach mehr den Wechsel vom Rad zum Laufen viel üben müssen, vielleicht kann ich damit dem Seitenstechen auch schon ein bisschen entgegenwirken.

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